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Behandlung von Hyperhidrosis in Magdeburg

Das Thema Schwitzen verbinden die meisten von uns mit unangenehmen Gerüchen und nicht selten auch mit mangelnder Hygiene. Das ist aber so nicht richtig, denn das Schwitzen ist eine lebenswichtige Funktion unseres Körpers. Schwitzen reguliert die Körpertemperatur und zwar nicht nur oberflächlich an der Haut, sondern auch das Innere des Körpers.

Nun gibt es aber ca. 2 Prozent der Menschen, die über das normale Maß hinaus schwitzen. Dabei spielt es auch keine Rolle, welche Umgebungstemperatur herrscht oder um welche Jahreszeit das übermäßige Schwitzen auftritt. Es handelt sich um eine echte Erkrankung, die medizinisch korrekt als Hyperhidrosis bezeichnet wird. Die Körperstellen, an denen eine Hyperhidrosis vorkommt, sind zu 60 Prozent die Handflächen und Fußsohlen, zu 40 Prozent die Achselhöhlen und zu 10 Prozent die Stirn. Andere Körperstellen sind in aller Regel nicht betroffen.

Um schwitzen zu können, hat der Mensch Schweißdrüsen. Wenn diese auf krankhafte Weise übermäßig aktiv sind, muss dies behandelt werden, da der Patient sowohl psychisch als auch sozial darunter leidet. Bei dieser Erkrankung unterscheidet man in drei Schweregraden:

  1. Leichte Hyperhidrose → deutlich vermehrte Hautfeuchtigkeit
  2. Mäßig starke Hyperhidrosis → Bildung von Schweißperlen
  3. Starke Hyperhidrosis → tropfender Schweiß

Wohlgemerkt sprechen wir hier nicht über das Schwitzen bei Anstrengung oder erhöhter Umgebungstemperatur. Eine Hyperhidrosis ist ein Schwitzen, das plötzlich und unabhängig von Temperatur und Anstrengung auftritt. Die Erkrankung kann angeboren oder durch bestimmte Erkrankungen ursächlich erworben sein. Man unterscheidet deshalb unter primärer Hyperhidrosis (angeboren) und sekundärer Hyperhidrosis (erworben).

Krankheiten, die das übermäßige Schwitzen begünstigen, sind unter anderen Schilddrüsenerkrankungen, psychosomatische Erkrankungen, hormonelle Störungen, Diabetes, Übergewicht oder auch schlicht eine Medikamentenunverträglichkeit. Die Ursachen einer primären Hyperhidrosis sind noch weitestgehend unerforscht und lassen nur Spekulationen zu.

Schweißdrüsenbehandlung in Magdeburg

Die Behandlungsmöglichkeiten sind relativ vielfältig. Man kann einer Hyperhidrosis mit Medikamenten oder Salben, die man vorzugsweise abends auf die betreffenden Körperstellen aufträgt, entgegenwirken. Manche der Medikamente dringen dann in die Schweißkanäle ein, verbinden sich dort mit dem hauteigenen Stoff Keratin und verstopfen die Schweißdrüsen. Andere Medikamente beeinflussen die psychomentale Situation des Patienten, sodass seine Schweißneigung herabgesetzt wird.

Versprechen diese Behandlungsmethoden keinen Erfolg oder ist die Schweißneigung derart ausgeprägt, kann auch über eine Botoxbehandlung, für die die Kosten übernommen werden, solang es sich um eine medizinische begründete Behandlung handelt, oder operative Entfernung der Schweißdrüsen nachgedacht werden. Ein operativer Eingriff sollte aber das letzte Mittel der Wahl sein, da es Komplikationen birgt.

Unter einer solchen Operation können Nerven verletzt werden, die zu Lähmungen und Asymmetrien führen. Außerdem wird das Schwitzen als wichtige Körperfunktion natürlich dadurch nicht ausgeschaltet. Es verlagert sich auf andere Körperteile wie den Rücken, den Bauch, das Gesäß und die unteren Extremitäten und zwar großflächig. Der Nutzen einer Schweißdrüsenentfernung ist daher sehr zweifelhaft und sollte genauestens geprüft und abgewogen werden.

Unsere Standorte für Hyperhidrosis


MVZ Kroatenweg

Dr. med. habil. Olaf Günther

Kroatenweg 72
39116 Magdeburg
0391 – 60 99 370

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